Unser neues digitales Archiv befindet sich derzeit im Aufbau und ist bald für dich verfügbar.

Willkommen im Archiv der neueKUNSTschule Basel

Die Neue Kunstschule in Basel bildet keine Studierenden mehr aus. Diese Website dient als bleibendes Online-Archiv und Rückblick auf unser kreatives Schaffen.

Vielen Dank an alle, die unsere Schule über die Jahre hinweg geprägt und begleitet haben.

Wie sollte eine zukunftsorientierte Kunstausbildung aussehen?

Einleitung (Zvi Szirs Text)

Mit dem Beginn des Jahres 1997 wurde ich, Zvi Szir, wiederholt und von verschiedener Seite mit der Frage konfrontiert, ob es ein Studium geben könnte, in dem komplexe Grundlagen der Malerei gelehrt und vermittelt werden könnten. Daraus resultierte, dass ich anfing, folgende Fragen zu bewegen: „Wie sollte eine zukunftsorientierte Kunstausbildung aussehen, wenn sie ganz anderen Grundvoraussetzungen, Paradigmen, folgt, als jenen, die im Spätkapitalismus mit seiner einhergehenden Kulturindustrie gründen? Was würde es für die Malerei bedeuten, wenn das Vermitteln von künstlerischen Grundlagen einherginge mit einem Studium, das ein umfassenderes Welt-und Menschenbild eröffnet? Wie sollte ein Kunststudium aussehen, wenn der Mensch mehr ist als das höchste Tier in einer Evolutionsreihe? Was würde es für die zeitgenössische Kunst bedeuten, wenn der Mensch mehr ist als ein mit Vernunft begabter Körper? Was könnte es für den schaffenden Künstler, die schaffende Künstlerin bedeuten, wenn die wahrnehmbare materielle Welt nur ein Teil der Wirklichkeit ist? Ist es möglich, die Grenzen des Sichtbaren zu erweitern, um auch das Unsichtbare zu erforschen, ihm mit unserem Denken und Fühlen zu begegnen? Und wenn ja, was wird es für unser Kunstschaffen bedeuten? Es war eine enorme Herausforderung und zugleich eine Aufgabe, die für mich und meine Mitbegründerin Julitta Lea Krebs in diesem Moment bedeutsamer wurde, als die Entwicklung unserer eigenen künstlerischen Karrieren. Dieser Arbeit widmeten wir uns dann für die nächsten 25 Jahren. 

Die Ausbildung an der neueKUNSTschule hat das Entfalten und Aufbauen von künstlerischen Fähigkeiten zum Ziel

Um die künstlerischen Fähigkeiten in eine zukunftsorientierte Entwicklungsbahn zu bringen, bedarf es eines sorgfältigen Übungsweges und eines intensiven Studiums der Entwicklung der Kunst und des Menschen. So werden die Inhalte, auf die wir das Schwergewicht legen, immer von zwei Seiten angegangen: das Üben und das Studium, das Erleben und Erlangen im Tun und das Eröffnen und Erkennen im Denken.

Julitta Lea Krebs und ich haben uns  auf die Ausbildung von Malern und Malerinnen konzentrierten, weil das ein überschaubarer und entsprechender Rahmen für den Umfang unserer Arbeit war.

Ab Januar 1998 unterrichteten wir Studierende, zunächst in drei, dann in vierjährigen Vollzeitstudien, in denen wir gleichzeitig die Bedeutung eines Paradigmenwechsels entwickelten und erforschten. 

Der sich dabei herausbildende Studienweg lässt sich in drei Hauptelemente unterteilen. Um diese zu skizzieren, nachfolgend die zentralen Fragen: Wie kann ich mich dem Nichtsinnlichen nähern - die Aspekte des Realen durchdenken und erforschen, die unter Begriffen wie Leben, Seele, Geist begraben sind? Wie kann ich die Fähigkeiten entwickeln, die ich im Malen und Zeichnen brauche, und zwar auf eine Weise, die mit diesen Gedanken im Einklang stehen? Wie kann ich Sensibilität für die Elemente der Malerei, Linie, Fläche, Form, Farbe, Figur, Raum, Komposition, Erzählung usw. entwickeln, und zwar so, dass sie nicht mehr als formale Elemente erfahren werden, sondern als wirkende Wirklichkeiten, als Ereignisse, die sich in uns als Schöpfer und Beobachter abspielen?

Unser Studienweg & Die Diplome

Um diese zukunftsorientierten Fähigkeiten in eine konkrete Entwicklungsbahn zu bringen, hat sich an der neueKUNSTschule über 25 Jahre hinweg ein strukturierter, aufeinander aufbauender Studienweg etabliert:

  • Grundlagendiplom: Ein 3-jähriges Vollstudium in Kunst, Malerei und Anthroposophie – das Fundament, um das Erkennen im Denken und das Erlangen im Tun zu verbinden.
  • Fachdiplom in Malerei: Ein 1-jähriges Aufbaustudium zur Vertiefung der malerischen Fähigkeiten und der eigenen künstlerischen Wirklichkeit.
  • Fachdiplom in Buchillustration: Ein 1-jähriges Aufbaustudium, das sich der visuellen Erzählung und dem Zusammenspiel von Linie, Form und Raum widmet.
  • Pädagogischer Abschluss: In Zusammenarbeit mit der Akademie für anthroposophische Pädagogik (AfaP) für die Brücke zur pädagogischen Praxis.
Galerie

Dieses digitale Archiv dokumentiert die Vielfalt und die kreative Entwicklung der verschiedenen Jahrgänge. Wählen Sie unten einen Bereich, um einen Einblick in die Ausstellungen und die Werke unserer Absolventinnen und Absolventen zu erhalten.

Galerie Grundlagenstudium

Das dreijährige Grundlagenstudium an der neueKUNSTschule Basel fand seinen Höhepunkt und Abschluss in einer gemeinsamen Werkschau. Am Ende ihrer Ausbildung präsentierten die Studierenden ihre Arbeiten in einer großen Kollektivausstellung direkt in den Räumen der Schule.

Galerie Fachdiplom

Nach dem Grundlagenstudium bot das optionale vierte Jahr eine intensive Vertiefung in den Fachbereichen Malerei oder Buchillustration. Die hier gezeigten Arbeiten zeugen von der Ausprägung einer eigenständigen künstlerischen Sprache.

Seminare, Vorträge & Kultureller Dialog

Die neueKUNSTschule Basel verstand sich immer auch als ein offener Ort der Begegnung, des Lernens und des Austausches. Über die reguläre Ausbildung hinaus haben wir ein vielfältiges Programm an Veranstaltungen durchgeführt, das sich an Studierende, ehemalige Kunstschaffende, Pädagogen sowie an die breite Öffentlichkeit richtete.

Das kommende Jahr
Ausblick und Jahresthema 2021

Im Jahr 2021 beschäftigte sich die Schule mit den Geheimnissen des Schöpferischen und konzentrierte sich auf die Fragen nach der Entstehung von Welten: Wie erschaffe ich eine Welt? Davon ausgehend, dass die Schöpfer unserer Welt nicht „Techniker*innen“, sondern Künstler*innen waren, wurde gefragt: Wie ist unsere Welt als Beispiel des Schöpferischen erschaffen?

Als Grundlage für dieses Jahr dienten die Schilderungen Rudolf Steiners in der „Geheimwissenschaft“ über die Erschaffung der Welt in vier planetarischen Stufen. Die Weltentstehung wurde dabei weniger als solche studiert, sondern vielmehr als ein Mythos in grossen Bildern erzählt. Dabei konnte auf mehr als 20 Jahre Studium und Unterrichten der grossen Schöpfungsimaginationen aufgebaut werden.

Der Mythos wurde zur Quelle einer Suche nach neuer, erzählender und epischer Malerei. Die Arbeitsmethoden und Aufgaben, die wir an der neueKUNSTschule entwickelt haben, dienten hierbei als Boden und Ausgangspunkt.

Das Jahr wurde von zahlreichen Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen und Events begleitet und schliesslich mit einer grossen Ausstellung zum Mythos der Weltentwicklung an Pfingsten 2021 im Rahmen unseres Festivals gebührend gefeiert.

Ein Fest der Kunst, der Musik und des Abschieds
Das Pfingstfestival 2021


Vortragsreihen und Seminare

Eine Liste mit den Pdfs von den Vortragsreihen und Seminaren

Konzertreihe & Projekt „Aufbruch“

Begleitend zu den Ausstellungen war die Konzertreihe ein lebendiger Bestandteil des Schullebens, initiiert und organisiert von Elisa Siber. Die Konzerte ließen Töne und Farben in einen direkten Dialog treten.

Ein zentraler Meilenstein war das Projekt „Aufbruch“. Es begleitete die Schule musikalisch wie konzeptionell in der Phase des Wandels und des Abschieds von den alten Schulräumen. Dieses Archiv dokumentiert die Programme und Flyer, die den klanglichen Boden für den Neubeginn bereitet haben.

Julitta Lea Krebs

Mitbegründerin, Schulleitung & Dozentin für Malerei und Kunstgeschichte

Pädagogische Ausbildung. Akademisches Jahr: Institut per l'arte e il restauro, Florenz. Malfachklasse Franz Fedier, Schule für Gestaltung, Basel. Unterrichten von Gruppen in eigenem Atelier. Kunsttherapeutische Ausbildung: Institut für Gestaltende Therapie, Zürich. Allgemeines Anthroposophisches Studienjahr am Goetheanum.

Zvi Szir

Mitbegründer, Schulleitung & Dozent für Malerei, Anthroposophie, Kunstgeschichte 

Photographiestudium in Caracas, Venezuela, Kunststudium in Tel-hai, Israel, Freie künstlerische Ausstellungen wie auch journalistische und schriftstellerische Tätigkeit. Allgemeines Anthroposophisches Studienjahr am Goetheanum, Malunterricht im Studienjahr.

Website: https://www.zvi-szir.com/

Weitere

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Barabar Heidi Maurer

Etnologie und Philosophie, 6 Semester, Universität Zürich, Sozialpädagogik, 4 Semester, FHS Oerlikon, Zürich Betreuerin im Wohnheim Morgentau, Wetzikon, Vollzeitstudium an der neueKUNSTschule Basel mit Fachdiplom Malerei. Seit 2012 selbständige Kunstschaffende in Basel. Seit Januar 2014 Mitarbeit im Sekretariat.